|
Nur die Folge des Meteoriten oder wird es Schule machen? Das dionysche Herbstloch.
Jedes dionysische Kind kennt das "Sommerloch", also die Zeit des Jahres, in der man sich gerne möglichst wenig im öffentlichen Raum bewegt und einmal ordentlich im heimischen Garten auszuspannen.
Doch seit dem Meteoriteneinschlag herrschen ebenfalls sommerlochähnliche Zustände. Manch einer spricht schon vom "Herbstloch".
Ist da etwas dran und müssen wir uns auf eine weitere inaktive Jahreszeit einstellen? Wir sprachen mit Gesellschaftsforscher Prof. Dr. Julius Knäckis.
NND: Guten Abend, Herr Professor!
Knäckis: Ich grüße Sie, junge Frau!
NND: Was denken Sie, haben wir nun auch eine Herbstkrise in Dionysos?
Knäckis: *lacht* Aber Nein! Nach so einem traumatischen Erlebnis ist es nur natürlich, dass sich die Menschen erstmal nach Hause zurückziehen und sich dann Stück für Stück wieder am öffentlichen Leben beteiligen. Man nennt das den "Schneckenhaus-Effekt".
NND: *kichert bei Schneckenhaus* Aha, interessant. Und kann man diesen Vorgang beschleunigen?
Knackis: Nun, von außen kann man es nicht beschleunigen. Allerdings gibt es einen Domino-Effekt: Je mehr Menschen sich aus dem Haus wagen, desto schneller ziehen andere nach.
NND: Logisch. Wie lange wird das dauern?
Knackis: Das kann man nicht pauschal sagen. Jede geschlossene Gesellschaft reagiert da anders. Bei der roten Hügelameise zum Beispiel…
NND: *unterbricht ihn* Bleiben wir bitte bei den Dionern.
Knackis: Äh, natürlich. Also, ich würde der Regierung dringend empfehlen, Anreize zu setzen, also Möglichkeiten, wie sich Bürger engagieren können.
Wie gesagt, nach traumatischen Erlebnissen sind viele Menschen erstmal planlos. Und das ist vollkommen nachvollziehbar.
NND: Herr Professor, ich danke sehr für das aufschlussreiche Gespräch.
Knäckis: Gerne.
Das Gespräch führte Larissa van Taka-Tuka.
|